23.08.2010

Vollkommen am Ende

Es lief heute anders als erwartet. Schon beim "Crowd-catchen" merkten wir, dass entweder unsere Netze oder wir als Fischer versagten. Die "Crowd" bestand hauptsächlich aus teilnahmslosen Passanten die uns mit 2 Blicken würdigten und ihren Weg fortsetzten. Verzweifelt versuchten wir irgendwie interessant zu wirken und gleichzeitlich geistliche Botschaften zu vermitteln. Am Schluss schleppten wir unsere angeschlagenen Körper wieder in die Base - ins Hauptquatier "Westbahnhof".

"Aber Kopf hoch! Der Jugendabend wird besser!"
Unser 1.Jugendabend war eine Enttäuschung. Wir waren unter uns.

Besoffen ...äh... Betroffen saßen wir beisammen und ratschlagten wie wir unsere Niederlage in einen Sieg verwandeln könnten. Geht das denn? Oder haben wir versagt? Sollten wir abpacken?
Wir waren auf jedenfall mit unserem Latein am Ende! Vollkommen am Ende!

GOTT SEI DANK, gibt ER uns nicht auf!
Durch diese Situation zwang Gott uns in die Knie! Er hat uns gezeigt:
Wir sind von Gott abhängig! Denn, dass ein Mensch umkehrt und Jesus als Heiland aufnimmt, kann nur Gott bewirken!
Wir sind quasi an einem Ort(Einsatzgemeinde) um eine Aufgabe zu erfüllen, die wir gar nicht erfüllen können!!!!!

Wir wollen hiermit alle Einsatzteams ERMUTIGEN!!!!!!
  • BETET (GENIESST es Zeit in Gottes Gegenwart zu verbringen)
  • Liebt einander &
  • FREUT euch am Herrn!

Denn was können wir mehr tun?

Wir sind Gott so unendlich dankbar für diesen Tag!
Wir beten für euch.
Das Team aus Villach, oder was noch davon übrig ist ;)



Ein Bild vom Sonntag:

















Ein Bild von heute (Montag):


Die Bude ist voll!





Herzliche Grüße aus dem sonnigen, schönen, kompfortablen und tollen Linz (bzw. St. Marien)
Nachdem wir uns gestern am See erholt haben und manche ihre Hautfarbe in rot gewechselt haben, starten wir heute momentan noch etwas müde in die 3. Runde.

Aber wir wissen:
"Er gibt den Erschöpften neue Kraft; er gibt den Kraftlosen reichlich Stärke. Es mag sein, dass selbst junge Leute matt und müde werden und junge Männer (und Frauen) völlig zusammenbrechen, doch die, die auf den Herrn warten, gewinnen neue Kraft. Sie schwingen sich nach oben wie die Adler. Sie laufen schnell, ohne zu ermüden. Sie werden gehen und werden nicht matt."

Der 2. Tag war echt super. Mittags waren mehr als 30 Leute am Fun Court, also viele, die am 1. Tag noch nicht da waren. Wir hatten gute Begegnungen und das Coole war, dass ca. 25 von ihnen abends mit in den Treffpunkt kamen.
Der Countdown lief, und als wir bei 3,2,1 LOS waren, sind plötzlich alle aufgestanden und rausgestürmt, schneller als wir schauen konnten. Da wir spontan und flexibel sind haben wir kurzerhand angefangen zu beten, und nach ca. 5 min. kamen sie alle wieder rein. Gott sei Dank kam es nicht zu der geplanten Schlägerei.
Als Tom und Marco aus ihrem Leben erzählt haben saßen ca. 10 Jungs mit offenem Mund da und man hat die Sehnsucht in ihren Augen sehen können.

Fürs Gebet:
DANK
- dass die Bude voll ist!
- für unseren freien Tag
- gute Gemeinschaft im Team


BITTE
- offene Herzen
- Tobi Kley der heute mit den Jungs Gewaltprävention macht (wobei das viell. eher auch die Mädels nötig hätten)
- Bewahrung, auch unter den Jugendlichen
- Autorität, damit die Jugendlichen uns respektieren
- Aufmerksamkeit während des Programms
- Kreativität fürs Programm
- Mut Zeugnis zu geben
- Mehr JESUS in unserem Herzen

Kirchdorf

Einen wunderschönen Guten Morgen aus dem sonnigen Kirchdorf!

Wir möchten euch ein wenig von unseren ersten Tagen hier berichten:

Gleich am Donnerstag Abend nach unserer Ankunft und einem herzlichen Willkommensabend mit einigen Gemeindemitgliedern gab es sofort das erste Problem, da ein Sackerl mit sehr wichtigen Medikamenten von Merlind plötzlich verschwunden war und weder sie noch irgendwer wusste wo es war, auch nicht nach einer kompletten Haus und Gepäcksdurchsuchung. Da gab's nur noch eins: Beten!
Wir waren total müde und wussten nicht mehr, was wir tun konnten, um es zu finden, also legten wir uns schlafen und als wir am nächsten Morgen nach der stillen Zeit zum Frühstück kamen, ereilte uns bereits die wundervolle Botschaft, dass Johanna (unsere Seniorin) das Sackerl auf dem Kühlschrank in der Küche heute Morgen entdeckt hat, als sie das Frühstück zubereiten begann. Praise the Lord!

Am Nachmittag trauten wir uns schließlich zum ersten Mal auf die Straße. Kirchdorf wird mit knapp 4000 Einwohnern zwar schon eine Stadt genannt, ist jedoch recht überschaubar. Trotzallem fanden wir immerwieder Jugendlichte, denen wir einen Flyer in die Hand drücken konnten und auch mit Crowdcatchern etc. lenkten wir die Aufmerksamkeit auf uns.

Die ganze Zeit über hatten wir gebetet, dass wir das Bibelmobil in der kleinen Fußgängerzone Kirchdorfs aufstellen dürfen, doch am Abend ereilte uns die Nachricht, dass dies nicht möglich sei. Nun waren wir am überlegen, ob wir es tatsächlich bestellen sollten oder nicht, auch da es sich finanziell noch nicht ganz ausging. Trotzallem ließen wir uns nicht entmutigen.

Schließlich war es am Samstag endlich soweit, nachdem wir davor noch weiter auf der Straße einladen waren und mit Straßenmusik auch einige Leute anlocken konnten, für unseren ersten Jugendabend in der Gemeinde. Die Vorbereitungen waren sich zeitlich gut ausgegangen, aber wir wussten nicht, was uns erwarten würde. Schließlich kamen doch einige wenige.. Gemeindemitglieder, einige junge Leute vom Jugendkreis und sogar zwei Mädchen, die wir zuvor auf der Straße eingeladen hatten. Stefan predigte über den Verlorenen Sohn und alles lief fast reibungslos ab. Mit anschließenden Hot Dogs und dem Brettlspiel (etwas brutal, aber lustig, für alle die es kennen) ließen wir den netten Abend ausklingen und fielen wenig später erschöpft ins Bett.

Am Sonntag war Gottesdienst in der evangelischen Kirche und wir trugen unseren Teil dazu bei, ihnen von Reach Aut zu berichten und ein Anspiel, die Musik etc. zu machen. Bei der anschließenden Kollekte wurde Geld für den Einsatz hier in Kirchdorf gesammelt und es wurde soviel eingenommen, dass wir uns plötzlich das Bibelmobil ohne Probleme leisten konnten. Also stand die Entscheidung wenig später fest: Das Bibelmobil wird bestellt!

Am Abend hatten wir unseren 2. Jugendabend und siehe da.. wir hatten sogar zu wenig Stühle aufgestellt. Leute aus dem Jugendkreis brachten ihre Freunde mit und auch eines der Mädchen von gestern kam wieder und hat auch vor die ganze Woche noch zu kommen, da es ihr sehr gut gefallen hat. Neben der Predigt von Simon über "Warum lässt Gott Leid zu?", gab es auch ein Zeugnis einer 87jährigen Dame, das sehr berührend war. Beim anschließenden Pastaessen hatten wir keine einzige Gabel mehr übrig - ein super Zeichen! Für den heutigen Jugendabend beten wir nun, dass alle Löffel verwendet werden können (und davon haben wir immerhin 72!) Gott ist groß und er kann es möglich machen. Er hat schon so viele unserer Gebete erhört und er wird es auch weiterhin tun.
Erst gerade vorher hat uns die Nachricht ereilt, dass wir das Bibelmobil doch in der Fußgängerzone aufstellen dürfen (also heute Nachmittag kommt es) - ist Gott nicht ein Wahnsinn?

Wir wollen fleißig weiterbeten, damit sich die Jugendlichen von Kirchdorf auf unseren Einsatz einlassen und noch viel zahlreicher zu den Jugendabenden vorbeischaun! Und lasst uns für gute Gespräche mit den Menschen hier beten! Wir schicken euch viele liebe Grüße und werden bald wieder berichten,

euer Team Kirchdorf